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Psychisch krank = gefährlich?
#1
In Filmen sieht man oft Charaktere, die als psychisch krank betittelt werden und schreckliche Dinge, wie Mord, tun.
Sind psychisch Kranke Menschen aber öfter gewalttätig? Studien belegen,das dem nicht so ist. 
Dennoch werden seelisch kranke oft als gefährlich, unberechenbar und missgünstig dargestellt.

Was ist deine Meinung?
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#2
Das ist eine gute Frage ..
aber ich persönlich denke, das die wenigsten psychisch kranken wirklich gefährlich gegenüber anderen Personen sind.
Sie fügen sich meiner Meinung nach eher selbst schaden zu.
Natürlich gibt es auch psychisch kranke, die auf andere Menschen los gehen, sie verprügeln oder gar umbringen aber ich denke dass das die wenigsten sind.
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#3
Ich kann mich da Katniss nicht so ganz anschließen.
Psychisch krank zu sein bedeutet ja nicht automatisch sich auch selber schaden zu zufügen. Gerade auch Fremdgefährdung kommt bei doch recht vielen vor. Allerdings kommt es da dann schon auch darauf an, in wie weit jemand fremdgefährdend ist.
Vor allem kommt es aber auch darauf an, ob jemand akut erkrankt ist (also frisch) oder einen "Schub" (mir fällt da kein besseres Wort ein) hat. Gerade auf den geschlossenen Stationen ist die Mischung doch durchwachsen.


Ein ganz großes Problem sehe ich tatsächlich bei den Filmen und Serien.
Es ist ja schon logisch, das die Menschen die schreckliche Dinge tun häufig auch psychisch krank sind. Leider wird daraus dann eine Verallgemeinerung.
Kurz gesagt:
Gefährlicher Straftäter = hohe Wahrscheinlichkeit für psychische Erkrankung
Dabei wird dann leider ignoriert, dass es sehr viel mehr Menschen mit einer psychischen Erkrankung gibt und vor allem noch sehr viel mehr verschiedene psychische Erkrankungen.
Man sollte mal ne Statistik machen, wie viele Menschen psychisch erkrankt sind und wie viele davon Straftäter sind. Am besten noch mit einem Vergleich wie viele Straftäter eben überhaupt nicht psychisch krank sind. Das würde das ganze mal in einem realistischen Licht darstellen.

Das ist ungefähr so, wenn von 100 Flüchtlingen 10 Flüchtlinge Straftaten begehen. Aus den 10 Flüchtlingen wird dann schnell eine Verallgemeinerung die besagt, dass alle Flüchtlinge Straftäter sind.


Generell fände ich es schöner, wenn auch mal andere Menschen mit psychischer Erkrankung in Filmen / Serien mehr vor kommen würden, die eben keine Straftäter sind sondern z.B. Opfer oder trotz allem ein normales Leben leben.
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#4
Ich schließe mich ein.ZIG.artig zum Teil an. Als ein Mensch mit a) wenig Empathie und b) einem hohen Interesse an Dokumentationen über (Serien)mörderInnen habe ich zum Teil die Erfahrung gemacht, dass Menschen Empathielosigkeit grundlegend mit Psychopathie und diese wiederherum mit brutalem sadistischen Straftäter gleichsetzen, und zum anderen gemerkt dass bestimmte Diagnosen im Zusammenhang mit Mord häufiger auftreten als andere. Ich habe keine Lust, mich auf das Nicht-Problem zu konzentrieren beziehungsweise Aussagen „Nicht alle Betroffenen von Krankheit XY sind so“ zu tätigen. Es dürfte jedem hier klar sein, dass nur ein Bruchteil dieser Leute tatsächlich ein Verbrechen begeht, die meisten Leiden sehr viel mehr darunter als irgendjemand sonst. Aber es ist nicht zu leugnen dass der psychische Zustand eine Rolle spielt, wenn ein Mensch ein Verbrechen begeht. Ich habe leider absolut keine Ahnung davon, wie es sich mit psychischen Krankheiten im Bezug auf andere Verbrechen als Mord und Totschlag verhält (Kleptomanie und Diebstahl und Pyromanie und Feuer legen und solche Dinge einmal ausgenommen), aber bei diesen sind mir besonders ein paar Diagnosen aufgefallen: Psychopathie, Soziopathie, Sadismus, (paranoide) Schizophrenie, postnatale Depression, Borderline und bipolare Persönlichkeitsstörung. Ich denke, dass besonders im Fall von den letzten beiden viele Patienten allein aufgrund von ihrer Diagnose verunglimpft werden, aber Verlustängste und extreme Stimmungsschwankungen spielen in einer Ausnahmesituation wahrscheinlich eine genauso große Rolle wie absolute Gefühlskälte. Auch bei Schizophrenie dürfte der Fall klar sein, ein Mensch der sich beständig verfolgt fühlt oder sogar glaubt seine eigenen Kinder hätten ihn verhext stellt eine tendenzielle Gefahr dar.
[ Trotzdem sehe auch ich selbstverständlich, dass die Darstellung in den Medien viel zu einseitig ist. Es bräuchte nicht nur einen psychopathischen Serienmörder oder eine Borderlinerin die ihren Exfreund umbringt weil sie die Trennung nicht erträgt, sondern auch psychisch Kranke auf der Gegenseite. Klar, eine (schwere) psychische Krankheit erschwert die Laufbahn aber ich möchte doch stark bezweifeln dass es keinen Borderliner gibt der fähig ist ein einigermaßen geregeltes Leben zu führen, genauso wie es Psychopathen gibt, die absolut nichts auf die Reihe kriegen. ]
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#5
Deine Antwort, Amdukias, würde ich am liebsten liken. Smile

Musste da gerade an eine spezielle Thematik denken. Weiß jetzt allerdings nicht, ob ich das hier so unzensiert schreiben darf. Falls nicht bitte einfach raus löschen. Möchte hier wirklich niemanden auf die Füße treten oder sonst irgendwie was falsch machen...




Oftmals wird gesagt, das Straftäter die sexuellen Kindesmissbrauch begehen bzw. begangen haben, Pädophile sind. Leider wird auch da die Tatsache ignoriert das a) nicht jeder dieser Straftäter pädophil ist und b) das nicht jeder Mensch mit Pädophilie ein Straftäter ist.
Ich weiß das es ein schwieriges Thema ist. Ich weiß aber auch das es Menschen gibt die sehr unter ihrer Pädophilie leiden und niemals einem Kind etwas tun würden. Gerade für diese Menschen tut mir diese Verallgemeinerung / Gleichsetzung sehr leid.


Ich denke es bleibt am Ende dabei, dass diese permanenten Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen wirklich schädlich sind.
Vor allem dann, wenn in den Medien (ich meine z.B. den Germanwings "Absturz") auch noch völlig falsche Diagnosen und Darstellungen vermittelt werden.
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#6
Vielen Dank, das freut mich zu hören! *smile*

Oh Gott ich liebe dieses Thema und könnte stundenlang darüber diskutieren. Zuerst einmal: Etwa 36% aller Menschen, die Kinder missbrauchen wurden als Kind selbst missbraucht, klingt viel ist aber noch deutlich unter der Hälfte. Solche Menschen nutzen den Missbrauch an Kindern häufig um sich in einer Situation, in der sie Früher die Opfer waren jetzt überlegen zu fühlen. Das allein macht sie aber nicht pädophil sondern ganz einfach zu absoluten Arschlöchern die leider viel zu gering bestraft werden (rein vulgär gesprochen würd ich jetzt irgendwelche Körperstrafen fordern aber nein, langjährige Gefängnisstrafe kommt in etwa auf dasselbe raus).
Das Thema Pädophilie wurde vor ein paar Jahren noch mal groß, eventuell erinnert sich jemand an die „Werbung“ in denen Pädophile (bzw solche die den Verdacht hatten, es zu sein) dazu aufgerufen wurden sich Hilfe zu suchen, dabei wurde auch eine von einem spezialisierten Psychiater ins Leben gerufenen Website des zugehörigen Projekts eingeblendet. Ich halte das für eine sehr, sehr gute Sache da Aufklärung und Hilfe für die Betroffenen vielen Menschen – Pädophilen ebenso wie Kindern – ohne zu übertreiben das Leben retten kann. Ein Pädophiler aber, der ein Kind missbraucht soll genauso sehr bestraft werden, wie ein Nicht-Pädophiler der exakt dasselbe Verbrechen begeht. Pädophile die Kinder missbrauchen wissen, dass sie damit ein Verbrechen begehen sofern keine andere psychische Erkrankung vorliegt die es ihnen unmöglich macht richtig und falsch zu unterscheiden. Ich könnte noch ewig darüber reden, aber ich denke das erfordert eher ein eigenes Thema. Vielen Dank aber fürs Erwähnen.
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