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Volkskrankheit Depression
#1
In den Medien hört man immer wieder davon, wie viele Menschen Depressionen oder Burn-Out haben.
Aber hat sich die Zahl der Kranken wirklich vervielfacht, oder sind einfach mehr Menschen die sich um Hilfe kümmern?
Was ist deine Meinung?
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#2
Ich denke nicht, das mehr Menschen an Depressionen leiden sondern einfach das sich mehr Menschen Hilfe suchen wenn sie solch eine Problematik bemerken.
Früher (wie auch heute noch sehr oft) hat man ja oft einen Stempel drauf bekommen, wenn man zu einem Psychologen gegangen ist und sich Hilfe gesucht hat, das wird heute - meiner Meinung nach - mehr tolleriert.
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#3
Nein, ich denke nicht, dass es wirklich mehr Patienten mit Depressionen gibt.
So weit ich weiß ist Burnout auch noch gar nicht wirklich als Krankheit anerkannt (zumindest nach dem was ich so mit bekommen habe), sondern letztendlich nur ein neuer Name für Depression.

Die hohe Zahl der Patienten mit Depression / Burnout hat verschiedene Gründe. Einer wurde ja von Katniss benannt, dass einfach inzwischen mehr Menschen sich Hilfe holen, dass es nicht mehr so ein großes Tabu etc. ist.
Dazu kommt dann aber noch, dass die Anforderungen in den Berufen sehr gestiegen sind. Es wird viel zu oft viel zu viel von Arbeitern verlangt, was natürlich dazu führt das die Menschen häufiger krank werden. Überforderung führt einfach sehr häufig zu Depression / Burnout.
Allerdings denke ich auch, dass die Diagnosekriterien mit daran Schuld sind. Die Grenze zwischen gesund und krank hat sich in den letzten Jahren immer mehr verschoben. Was früher also noch in "gesund" rein gefallen ist, gilt heute schon als "krank". Ob das immer gut ist, wage ich wirklich zu bezweifeln.

Bestes Beispiel ist mir vor kurzem selber passiert. Anstatt zu akzeptieren, dass es einem Menschen in einer plötzlichen Scheidungs- / Trennungssituation sehr schlecht geht, wird schnell eine Depression daraus gemacht. Ein völlig normaler und gesunder Vorgang in der menschlichen Psyche wird damit zur Krankheit.
Dass das teilweise sogar sehr häufig vorkommt finde ich bedenklich.

Ein weiteres Problem ist wahrscheinlich auch noch, das inzwischen sehr viele Menschen meinen zu wissen, was eine Depression ist. Dadurch verschiebt sich dann ebenfalls nochmal sehr viel.

Mich persönlich stört das wirklich sehr, da dadurch viele Menschen mit Depressionen völlig missverstanden werden und teilweise nicht die nötige Unterstützung bekommen. Vor allem weil selten unterschieden wird, wie eine Depression entstanden ist.
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#4
(08.09.2017, 11:01)ein.ZIG.Artig schrieb: Ein weiteres Problem ist wahrscheinlich auch noch, das inzwischen sehr viele Menschen meinen zu wissen, was eine Depression ist. Dadurch verschiebt sich dann ebenfalls nochmal sehr viel.

Mich persönlich stört das wirklich sehr, da dadurch viele Menschen mit Depressionen völlig missverstanden werden und teilweise nicht die nötige Unterstützung bekommen. Vor allem weil selten unterschieden wird, wie eine Depression entstanden ist.


Da stimme ich Dir absolut zu ein.ZIG.Artig!
  Das ist ähnlich wie die Tatsache, dass häufig das SvV mit Borderline gleichgesetzt wird.

Auch wenn das Krankheitsbild Depression heutzutage so offen behandelt wird, wird man noch immer viel zu häufig belächelt, wenn man zugibt, dass man depressiv ist. Was, wie Du, ein.ZIG.Artig bereits sagtest, ja auch daran liegt, dass sich bereits Leute selbst als depressiv diagnostizieren, wenn sie nur mal eine schlechte Phase haben, oder ein wenig traurig sind.
 Wie schwer das Leben mit einer Depression tatsächlich ist, verstehen die wenigsten.
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